Womo Homepage von Klaus u. Moni
  Albanien 08
 
Freitag 20.6. - Fahrt nach Italien
Erst die Zeugnisse, Heim und dann um halb drei ins Womo und fahren, fahren, fahren.
So verlief, wie schon oft, mein erster Ferientag. Nun heißt es wieder weit weg von der Heimat, diesmal nach Albanien.
Na ob das etwas wird, man hört ja sonst nicht viel, und wenn nichts Gutes, von den Ländern
außerhalb der EU. Der erste Eindruck den ich mir, von unserem Ziel habe machen können, war der, der in Rot geschrieben, quer über Albanien im ADAC Atlas stand.
Die Straßen in Albanien befinden sich teilweise in sehr schlechtem Zustand.
Es ist höchste Vorsicht geboten.
Aber genau das ist es ja das uns am Urlauben reizt, schöne Off-Road Strecken, Pisten an
steilen Abhängen, Serpentinenwege mit Schlaglöchern und steinige Trampelpfade bei denen man schräg, kurz vor dem Umfallen über sandigen Felsen nur um zu DER EINEN Brandung zu gelangen. Natur Pur! Ob es in diesem Urlaub genauso wird, werden wir sehen.
Nachts, als die Kraft nachließ, machten wir in einem kleinen italienischen Dorf Rast, da wir uns sicher waren, morgen noch genug Zeit zu haben, um die Fähre in Ankona zu erwischen.
 
Samstag 21.6. – Camping on Board
Also fahren meine Eltern Klaus und Moni, um 7 Uhr, mit mir, hohen Erwartungen und hoher Geschwindigkeit an kleinen italienischen Häusern und über noch kleineren italienischen Dorfsträßchen, weit über der Geschwindigkeitsbegrenzung (*), nur um den Stau auf der Autobahn zu umfahren.
(* Falls ein Beamter diesen Bericht liest war das natürlich nur ein Scherz!)
Um 12 Uhr, bei Bologne, setzt die Angst ein, dass unser Plan nachdem wir es locker bis 14 Uhr bis zum Fährhafen schaffen, und noch so viel Zeit haben sogar vorher noch baden zu können, nicht aufgehen wird.
Schließlich sind wir doch noch pünktlich zum Schiff, der Minoan-Lines gekommen.
Nun dachten wir, wir könnten den Rest des Tages auf Deck, bei Kaffee und Kuchen genießen.


Doch wir, mit unserem Glück, erwischen natürlich genau den einsamen Sitzplatz, wo uns die nette Frau Minoan in allen Sprachen mit leiser Stimme und lauter Klavier-Hintergrund-Melodie, die Sturmwarnung und Sicherheitsvorschriften im Falle eines Unglücks über einen dröhnenden Lautsprecher, erklärt wurden, der mit voller Absicht direkt hinter unseren unschuldigen Ohren platziert worden ist. Sicherheit ist ja schön und gut, doch dann muss man auch ein Wort verstehen. Während der Ton uns nervte und wir aus ihm nicht schlauer wurden, handelten wir schlau und drehten den Lautsprecher in Richtung Wand, entspannten uns und genossen den Sonnenuntergang hinter dem tiefblauen Meerwasser, bedeckt von dem endlosen, rot schillerndem Horizont.
 
Sonntag 22.6. – Treffen mit den anderen / Ausgrabungsstätte I
„Ding, Dong! We have arrived the port of Igoumeintsa. Please leave the ship quickly.
Wir haben soeben den Hafen von Igoumenitsa erreicht, wir bitten das Schiff schnellstmöglich zu verlassen. Noi  arrivare il porto é igoumenitsa, prego passato blabla…“
So wurden wir morgens geweckt und von der Fähre gelotst.


Um 10 Uhr trafen wir dann die anderen der Gruppe. Wir waren 5 Fahrzeuge mit jeweils immer 2 Insassen, nur wir waren zu dritt. Unser Gruppenführer hieß Robby und war mit seiner Frau Meiky in einem Eineinhalbkabiner von Nissan PickUp mit Tischer Wohnkabine unterwegs. Ein Eriba Wohnwagen gezogen von einem Landrover Defender, mit Karl Heinz und Ehefrau hinterm Steuer. Weiter in der Größenordnung kam ein sehr Off-Road gängiges Wohnmobil von IVECO mit Klaus Rainer, Monika und nicht zu vergessen Bix, einer der mitreisenden Hunde. Dann kommt noch das größte Wohnmobil, ein MAN Lkw mit Wohnkabine, hier saßen Rolf, Ingrid und Sam, der andere Hund im Fahrer(Hoch)haus. Zusammen fuhren wir dann los in Richtung Griechisch-Albanische Grenze.




Hier ging es dann nach kleiner problemloser Grenzkontrolle, auf Staubpiste Bergauf.
Während der Fahrt schenkten wir dem kleinen Kästchen im Atlas immer mehr Glauben.
Nun fuhren wir über schlechte albanische Straßen zu einem albanischen Brückenersatz, und zwar eine kleine von Seilgezogene, Dieselmotor betriebener Fähre, deren Zugseil seltsam mit Rädchen durch den Boden verlegt worden ist.






 

Nach dem überqueren des Flusses besichtigten wir die Ausgrabungsstätte in Butrind. 





Danach unterhielten wir uns bei kühlen Getränken, über Trocken-Toiletten und fuhren schließlich weiter.









Am Abend rasteten wir dann, an einer kleinen Gaststätte, die nur mit schwerer Anfahrt zu erreichen war und uns mit Essen versorgte
bevor wir dann uns in unsere Wohnmobile zurückzogen.



Montag 23.6. – Unschöne Anfahrt, Schöner Platz am Meer
Nach dem Frühstück verschlafen stehe ich auf, setzte mich vorne ins Auto und weiter geht die Fahrt. 





Diesmal führt Robby uns zu einem einsamen Strand.
Meiner Meinung nach hat es zwei Gründe weshalb wir hier alleine sind. Die Anfahrt ist erstens nur schwer mit 4x4 anzufahren und außerdem total vermüllt, den die Albaner auch noch anstecken. 



Also vorbei an brennenden Müllbergen und hinab zu einem wirklichen Traumstrand. 







Doch bevor wir uns in die Fluten stürzen konnten, mussten wir erst den festgefahrenen Wohnwagen aus dem Sand befreien. 



Wir beschlossen, den nächsten Tag auch noch hier zu bleiben. und genossen zusammen den Sternenhimmel bei Lagerfeuer, Grillduft und Antimückenkerzenschein, den man unbedingt brauchte, denn man wurde Tagsüber von der Sonne, und abends von den Mücken gestochen.
 
Dienstag 24.6. – 24 Stunden Strand, Sonne und… noch mehr Sonne
Schon morgens war klar was heute bis zum Abend geschehen wird, jeder wird es mit dem Sonnen und Baden gleich in den ersten Stunden übertreiben, und krebsrot den Rest des Tages mit Sonnenbrand im Schatten jammern. Genau das geschah mit meinem Vater, doch ich passte auf, und überstand den Tag. Etwas Boccia im Schatten, sitzen im Schatten, schlafen im Schatten, usw. … bis die Sonne langsam nachgibt. 





Dann am Abend wieder etwas Grillen, eben das übliche Abendprogramm. Nur dass diesmal wieder die Karte zur Vorbereitung der morgigen Tour durchgenommen wird. Gute Nacht!
 
Mittwoch 25.6. – Ausgrabungsstätte II / Deutschland 2:1 Türkei
Wir fahren morgens los, wieder über schlechte albanische Straßen, die jedoch viel Abwechslung bieten. 







Angekommen in Appolonia machen wir uns auf dem Parkplatz der zweiten Ausgrabungsstätte breit, beschließen auf Grund der Hitze die Besichtigung Morgenfrüh durchzuführen, und Rolf drehte den Bildschirm so, dass wir uns vor seiner Tür des MAN setzen können.



Nach dem Puplic-Viewing und dem Siegeshupkonzert gehen wir schließlich ins Bett, um Morgen vor der Besichtigung, ausgeschlafen zu haben, oder in meinem Fall, die Besichtigung zu verschlafen.
 
Donnerstag 26.6. – IVECO verlässt uns / Robby baut einen Unfall
Früh am Morgen haben uns Klaus-Rainer, Monika und Bix leider verlassen, da Sie die Hitze nicht mehr ertragen und Ihr Glück im hoffentlich kühleren Österreich versuchen wollten. 



Nun waren es nur noch vier, die fuhren Richtung Elbasan. Besichtigung von der Stadt Berat "Stadt der tausend Fenster" und deren Festung.









Auf dem Weg Richtung Ohridsee, hat Robin für kurze Zeit die Kontrolle über sein Pickup verloren, nachdem er von der Strecke abgekommen ist und ein Teil einer Mauer abriss, konnte sich nach viel hin und her schleudern, auf der Straße wieder fangen. 



Musste jedoch feststellen, dass sein rechter Vorderreifen platt ist, und die Hinterachse verzogen. 



Nach vielen Hammerschlägen und gebrauchen des Ersatzreifens, fahren wir weiter und halten abends an einer kleinen Gaststätte die uns mit projiziertem Fußball und leckerem Essen versorgte. Mit vollem Magen und geschwungenen Spanienfahnen ziehen wir uns dann zurück.
 
Freitag 27.6. – Oridsee auf Mazedonischer Seite
Nach einer holprigen Fahrt, fuhren wir über die Grenze auf etwas besseren mazedonischen Straßen. 



Hier fuhren wir auf einen… Campingplatz. (Wir wurden gezwungen!) Aber wir hatten dort einen schönen Aufenthalt, an einem großen, schattigen Stellplatz wo wir uns breit machen konnten. Später badeten wir im Wasser, paddelten ein bisschen mit unserem Kanu und grillten. Doch es roch nur nach gegrilltem Gemüse, da uns das Fleisch schon ausgegangen war und Robby uns geraten hatte in Albanien wegen häufigen Stromausfällen keine gekühlten Lebensmittel zu kaufen.  
 
Samstag 28.6. – Kloster Besichtigung
Nach wiederholtem baden ließen wir Mittags den Eriba Wohnwagen am Campingplatz, Ingrid und Rolf kamen mit zu Karl-Heinz in den Landrover, und wir und Robby fuhren jeweils mit unseren PickUp’s, zu einem Kloster in Pestani, 



anschließend gehen wir dann noch ganz in der Nähe gut essen. 



Zurück auf dem Campingplatz genossen wir am Abend das Lagerfeuer mit in der Glut gegarten Kartoffeln.
 
Sonntag 29.6. – Stellplatz am Fluss / Fußballspiel betrauern







Wir fuhren über schöne Serpentinen zu einem einsamen Flussplatz, in den Bergen, wo uns nur ein Hirte mit seinen Schafen und Schäferhunden besuchte.



Hier badeten wir, besorgten uns für das Lagerfeuer am Abend von der anderen Uferseite das  Brennholz und genossen den Tag.
Am Abend schauten wir dann wieder vor Rolfs MAN mit den Mücken und lautem Froschgequake das EURO 2008 Finale Deutschland gegen Spanien, was Spanien, ich wage mich fast nicht es zu schreiben, knapp aber verdient 1 zu 0 gewonnen hat.
Dann versuchen wir, mit trauernden Blicken und den Händen an den Ohren bei ungewöhnlich lautstarkem Gequake, einzuschlafen.
 
Montag 30.6. – Ins Gebirge
Wieder in Albanien, fuhren wir immer weiter nördlich ins Gebirge, sahen Pferdefuhrwerke, Esel die unter den Strohbergen fast verschwinden, Frauen mit Trachten und Kinder die uns freudig zuwinkten. 












Wir stellten uns dann am Abend auf eine Wiese, etwas abseits der Straße, die einem Hirten gehörte und mit weißen Fähnchen abgesteckt war. Jedenfalls hatten wir dort genug Platz zum Parken und Übernachten.
 
Dienstag 1.7. – Restaurant Perla
Morgens, von dem Besitzer der Wiese vertrieben, machten wir uns etwas früher als geplant auf die Fahrt. Immer nördlicher und  über immer höhere Gebirgszüge.
Abends entdeckten wir dann ein Restaurant, was den Namen Perla trug und optisch gar nicht zu Albanien passt. 



Perfekt gepflegter Rasen, bis auf das letzte Staubkorn gefegter Steinweg, unglaublich gutes Essen und das alles dann auch noch direkt am Ufer eines Gebirgssees, indem man nach dem essen (Natürlich erst 30min sacken lassen), ein erfrischendes Bad nehmen kann. Noch ein wärmendes Getränk, der Tag war perfekt.
 
Mittwoch 2.7. – Fährenfahrt mit anschließender Off-Road Tour
Heute fahren wir wieder mit 3 Autos, so wie am Freitag (27.6.) zu einer Fähre die uns über 2 ½ Stunden auf dem Komani Stausee, bei einer unglaublichen Kulisse, schiffen wird. 














Zurück nahmen wir dann den Serpentinen Schotterweg, oft ohne Geländer und der mehrfach extrem Tief abfiel. 





Kamen wie so oft an Baustellen, wo ein Bagger uns vor dem vorbeifahren schnell mit etwas Erde die Fahrbahn verbreiterte, noch festklopfen. 



Vielen Dank. 

Hatten aber auch Abschnitte dabei, die mit frischer Teerdecke versehen war.
Wir kamen mit einem schönen, dreckigen Auto wieder beim Restaurant Perla an, an dem wir nochmals aßen und später auf deren Parkplatz erneut schliefen.


 
Donnerstag 3.7. – Time to say Goodbye
Heute heißt es, für uns so langsam Richtung Heimat zu fahren, da Moni am Montag schon wieder arbeiten muss. Trotzdem fahren wir noch ein Stück mit den anderen, bis wir uns dann an einem Kreisel verloren haben… „sorry wir hätten uns gerne noch richtig von Euch verabschiedet“. Nun dann, ziehen wir alleine weiter. 



Erst von Albanien nach Montenegro, von Montenegro nach Kroatien, von Kroatien nach Bosnien Herzegowina, von Bosnien Herzegowina wieder nach Kroatien. Und in Kroatien badeten, grillten, wieder mit Fleisch, und übernachteten wir dann an einem Standplatz am Meer, nähe Splitt.

Freitag 4.7. –
Klaus und ich spielten noch lange Wasserball, verabschiedeten uns so langsam vom Meer und fuhren gegen 15Uhr weiter, immer nördlicher, diesmal bis Österreich, wo wir in einem keinem Ort am Sportplatz ruhig schliefen.
 
Samstag 5.7.-
Nach einer kurzen Fahrt bis zur Donauschlinge, fanden wir einen beschaulichen kleinen Campingplatz, an dem wir den vielen vorbeifahrenden Schiffen zuschauten. Federball und Boccia spielten. 



und meinen Ball, durfte ich dann noch aus der Donau retten. 
 
Sonntag 6.7.-
Unser Navi sagt wir sind um 14 Uhr Zuhause, gerade recht für Klaus, der dann sein Formel 1 sehen kann.
 
 
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